Zuordnung in Gruppe:
☐A (1904 und älter)
☒B (1905 bis 1918)
☐C (1919 bis 1930)
Herkunftsland:
Deutschland, Bayern
Hersteller der Karosserie:
Delaunay-Belleville
Herkunftsland des Fahrzeugs:
Frankreich
Hubraum in ccm:
2800 ccm
Anzahl der Zylinder:
4
Leistung in PS:
15
Höchstgeschwindigkeit:
50 km/h
Fahrzeug entspricht dem Original
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gehörten die Fahrzeuge zu den französischen Traumwagen und vielleicht zu den prestigeträchtigsten der Welt. Sie wurden in jener Ära gefahren, in der reiche Industrielle, Bankiers und Monarchen einen Chauffeur hatten, der die tägliche Pflege des Fahrzeugs genauso übernahm wie das kräftezehrende Lenken über die meist nicht perfekt ausgebauten Straßen.
Solche Wagen waren Lieblingsautos von Zar Nikolaus II. Auch der griechische König Georg I. und der spanische Monarch Alfons XIII besaßen Delaunay-Belleville-Fahrzeuge.
1904 wurde das erste Auto gefertigt - zuvor Kesselbau, Konstruktion von Boilern
Charakteristisch: der runde Kühlergrill. Diese ungewöhnlichen Karosserien wurden zum "Gesicht in der Menge"
Die letzte Zulassung dieses Fahrzeugs erfolgte 1924 in Versailles – hat noch das originale Nummernschild am Fahrzeug. Danach verliert sich die Geschichte bis der Wagen in den späten 40ern zum Automobilmuseum in Lyon kam, dort mit Motor- und Getriebeschaden eingelagert wurde.
Gut 20 Jahre später Weiterverkauf an ein belgisches Museum, aber auch dort aufgrund des anscheinend irreparablen Motor- und Getriebeschadens auch nur in den Katakomben verstaut.
2021 vom jetzigen Besitzer erworben und wieder fahrtüchtig gemacht.
Interessante Anekdote am Rande: Mit einem Delaunay-Belleville 12 CV (Modell 1910) benutzte der berühmte französische anarchistische Verbrecher Jules Bonnot gemeinsam mit seinen Komplizen im Dezember 1911 erstmals in der Geschichte ein Automobil bei einem Bankraub.
Quellen:
Die Angaben stammen vom jeweiligen Eigentümer des Fahrzeugs und wurden teilweise ergänzt mit frei zugänglichen
Informationen aus dem Internet wie z. B. Wikipedia. Die Erstellung dieser Seite erfolgte von der Stadt Landsberg am Lech in Kooperation mit der Fa. edvhauck GmbH, Kaufering anlässlich der im
zweijährigen Turnus statt findenden Herkomer Konkurrenz - verfasst von Heike Eisele, Stadt Landsberg am Lech.
Alle Informationen zur Veranstaltung unter www.herkomer-konkurrenz.de
