Zuordnung in Gruppe:
☐A (1904 und älter)
☒B (1905 bis 1918)
☐C (1919 bis 1930)
Herkunftsland:
Schweiz, Kanton Aargau
Hersteller der Karosserie:
Le Zèbre
Herkunftsland des Fahrzeugs:
Frankreich
Hubraum in ccm:
645 ccm
Anzahl der Zylinder:
1
Leistung in PS:
5
Höchstgeschwindigkeit:
50 km/h
Fahrzeug entspricht Original
1909 gründeten Jacque Bizet (Unternehmer und Schriftsteller) und Jules Salomon (Ingenieur und Konstrukteur) die Gesellschaft „Bizet Constructeur“, das 1911 zu „Le Zèbre“ wurde.
Für Automarken wurden oft Tiere, meist schnelle und geschmeidige Großkatzen (wie z. B. Jaguar, Puma, Panther, Lion-Peugeot) verwendet. Symbolhaft für automobile Eigenschaften standen auch Adler und andere Vögel.
Den Schöpfern des Le Zèbre ging es um eine grundsolide, für breitere Volksschichten erschwingliche Voiturette (leichtes zweisitziges Gefährt).
Das „kleine Zebra“ war eine Art „Volkswagen“ seinerzeit, ein zuverlässiges Kleinfahrzeug, ein „komplettes Auto“ zu einem Preis sehr deutlich unter dem der Konkurrenz. Somit war das kurze und schmale Fahrzeug das mit Abstand preisgünstigste vollwertige Automobil. Mit einem Eigengewicht von nur 350 kg ließ er dennoch eine Nutzulast von 160 kg zu. "Wirtschaftlicher als ein Pferd" taugte es dem Handwerker genauso wie dem verliebten Pärchen zur romantischen Ausfahrt.
Das Fahrzeug besaß bereits gesteuerte Ventile (über Nocken betätigt statt mit Unterdruck aktiviert), eine Mehrscheibenkupplung sowie Kardanantrieb.
Jule Salomon entwarf später übrigens den ersten Citroen nach dem Ersten Weltkrieg.
Quellen:
Die Angaben stammen vom jeweiligen Eigentümer des Fahrzeugs und wurden teilweise ergänzt mit frei zugänglichen
Informationen aus dem Internet wie z. B. Wikipedia. Die Erstellung dieser Seite erfolgte von der Stadt Landsberg am Lech in Kooperation mit der Fa. edvhauck GmbH, Kaufering anlässlich der im
zweijährigen Turnus statt findenden Herkomer Konkurrenz - verfasst von Heike Eisele, Stadt Landsberg am Lech.
Alle Informationen zur Veranstaltung unter www.herkomer-konkurrenz.de
