Fahrzeugcode für startnummer 44

bereitgestellt ausschließlich für die Herkomer Konkurrenz in Kooperation mit edvhauck GmbH, Kaufering

rolls royce 20/25 landaulet

Baujahr: 1928


Zuordnung in Gruppe:

A (1904 und älter)

B (1905 bis 1918)

C (1919 bis 1930)


Herkunftsland:

Deutschland, Bayern


TECHNISCHE FAHRZEUGDATEN

 

Hersteller der Karosserie:

Binder

Herkunftsland des Fahrzeugs:

Frankreich (Paris)

Hubraum in ccm:

 3700 ccm

Anzahl der Zylinder:

6

Leistung in PS:

80

Höchstgeschwindigkeit:

120 km/h

 

Fahrzeug entspricht dem Original 

 

Allgemein Wissens- und Erwähnenswertes zum Fahrzeug

Rolls Royce, 1904 von "Mechanic" (nicht Ingenieur) Henry Royce und Kaufmann Charles Rolls gegründet. Das erste Modell von 1906, der 40/50 HP – Silver Ghost, verschaffte dem Unternehmen den Ruf, das beste Automobil der Welt zu bauen, da es einen neuen Langstreckenrekord aufstellte.

 

Nach dem Ersten Weltkrieg setzte Henry Royce auf ein Automobil, das im Gegensatz zu früheren Modellen weniger und kürzer wartungsintensiv sein und ohne Chauffeur auskommen sollte. Im Gegensatz zum Silver Ghost waren die Fahrzeuge etwas kleiner, weniger behäbig und z. B. mit leichtgängiger Lenkung vorgesehen - und natürlich deutlich günstiger. So kam das "Phantom" auf den Markt. Viele Käufer bestanden aber weiterhin auf schweren Aufbauten, was zulasten der Geschwindigkeit ging.

 

Der Rolls Royce 20/25 war der Nachfolger des Phantom, demgegenüber mit einem vergrößerten Hubraum. Ein Landaulet bedeutet, dass der Fahrerraum geschlossen ist, sich der Fond öffnen lässt. Damit galt das Landaulet als besonders edel Variante für Chauffeurfahrten.

 

Bis 1936 wurden vom 20/25 insgesamt gut 3.800 Stück produziert.

 

Dieses Fahrzeug hat eine Sonderkarosserie von Binder, Paris. Es war 1928 ein Ausstellungsfahrzeug bei der Motorshow in Paris.

 

Die Innenausstattung ist im Originalzustand; der Nitrolack ist größtenteils ebenfalls original.

 

Den Rolls Royce ziert die wohl berühmteste Kühlerfigur, die es gibt: Die berühmte „Emiliy“ – warum sie so heißt, bleibt rätselhaft – vielleicht die Geliebte eines britischen Adeligen,  so übersetzt der Geist der Verzückung (Spirit of Extasy).

 

Die Frau mit einem im Wind wehenden Tuch – und nicht mit Flügeln! – war damals die erste aus Metall gegossene Figur, die in England serienmäßig einer Automarke gegeben wurde.

Kurios: Henry Royce selbst mochte solchen Schnick-Schnack an seinem Rolls Royce gar nicht, da dieser aus seiner Sicht die Linien seiner Autos störte. Als er krankheitshalber nicht in der Firma war, wurde diese Metallfigur in Auftrag gegeben und im Jahr 1911 erstmals montiert.

 

1914 stieg Rolls Royce in den Flugmotorenbau ein, was bald den größten Teil der Geschäftstätigkeit ausmachte. Während des zweiten Weltkriegs waren etwa 50 Prozent der alliierten Flugzeuge mit Motoren von Rolls Royce und seinen Lizenzunternehmen ausgestattet.

 

 


Quellen: 

Die Angaben stammen vom jeweiligen Eigentümer des Fahrzeugs und wurden teilweise ergänzt mit frei zugänglichen Informationen aus dem Internet wie z. B. Wikipedia. Die Erstellung dieser Seite erfolgte von der Stadt Landsberg am Lech in Kooperation mit der Fa. edvhauck GmbH, Kaufering anlässlich der im zweijährigen Turnus statt findenden Herkomer Konkurrenz - verfasst von Heike Eisele, Stadt Landsberg am Lech.
Alle Informationen zur Veranstaltung unter www.herkomer-konkurrenz.de  
 

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